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Unser Kirchenpatron St. Urbanus hat seinen Festtag am 25. Mai. Das Patronatsfest hat den Rang eines Hochfestes. Trotz Zusammenlegungen von Gemeinden zu einer neuen Pfarrei, soll jede einzelne Gemeinde ihr Patrozinium feiern, z.B mit einem festlichen Gottesdienst, einer Wallfahrt oder einer Prozession. Auf jeden Fall soll mit einem Patronatfest Freude und Geselligkeit verbunden sein.

 

Bevor Rhade von Lembeck getrennt wurde und 1489 Pfarrechte erhielt, besaß Rhade eine kleine Kapelle, die zu Zeiten des Papstes Urban V. errichtet wurde. Also zwischen 1362 und 1370. Bei der Errichtung der Pfarrei hat man das Patrozinium der Kapelle übernommen. Bei uns wurde St. Urbanus regelmäßig gedacht und gefeiert. Er ist uns jedoch derzeit weniger präsent. Woran liegt dass? Der Name dieses Papstes ist schließlich in Rhade sehr verbreitet: St. Urbanuskirche, Urbanusgrundschule, Urbanus - kindergarten, Urbanusapotheke, Urbanusring, Urbanusstiege, sind uns allen geläufig.  

Sein Festtag am 25. Mai wurde in der Gemeinde am Sonntag zuvor oder danach begangen. Aber das Datum fällt meist ungünstig. Wie in diesem Jahr! Der Sonntag davor war das Pfingstfest und darauf, das Fest der Heiligen Dreifaltigkeit. St. Urbanus ist also nicht leicht zu platzieren. Wir haben im Gemeindeausschuss mehrfach darüber gesprochen. Wollen wir St. Urbanus weiterhin feiern? Ist es uns als Gemeinde ein Bedürfnis? Der Hl. Urban war ein Papst! Und ein Papst scheint von unserem Alltag weit entfernt! Hinzu kommt, dass wir über den Heilige Urban nur wenig wissen! Eine Quelle berichtet, dass er den Pomp und Luxus der Kardinäle ablehnte und energisch gegen Missstände innerhalb der Kirche vorging. Das sind sympathische Anklänge und erinnern uns an die Einstellungen unseren gegenwärtigen Papst Franziskus.

Der 25. Mai, der Urbanitag, ist in Weinbaugebieten ein wichtiger Feiertag. St. Urbanus gilt als der Weinheilige schlechthin. Er zählte früher zu den letzten Eisheiligen. Und im alten Heiligenkalender begann am 25. Mai, am Fest St. Urbanus der Sommer. In den Weinbaugebieten wird er seit Jahrhunderten verehrt. Es war Brauch, eine Figur des Heiligen in feierlicher Prozession durch Felder und Weinberge zu tragen. Es heißt, dass viele Menschen mitgingen und der Pfarrer das als gute Gelegenheit sah, eine saftige Predigt für seine Schäflein zu halten. Es wurde dafür eigens eine Kanzel errichtet, von der der Pfarrer seine Predigt herabschmetterte. Gut, dass sollte kein Brauch für uns sein! Das möchten ICH und Sie bestimmt nicht!

Aber die Sache mit dem Wein wäre zu bedenken. Vielleicht lässt sich daraus etwas machen. Bei Wein und Musik, oder zu einem Gespräch über ein aktuelles Thema der Kirche. Etwa jetzt, zum Kommunionstreit der Bischöfe, wo leider Papst Franziskus den Rückzug verkündet hat. St. Urban sollte vor Frost, Hagel, Blitz und Unwetter schützen. So heißt es: „St. Urban hell und rein, gibt viel Korn und Wein.“Wie sich das Wetter an St. Urban verhält, so ist es noch 20 Tage bestellt.“ Nach der Prozession nahm man die Urbanusstatue mit ins Wirtshaus. Bei gutem Wetter trank man dem Heiligen eifrig zu und lobte ihn. War schlechtes Wetter nahm man es ihm sehr übel. Die Urbanusfigur wurde in einen Bach getaucht oder mit Wasser überschüttet, mit derben Sprüchen: „Da Urban sauf Wasser, wir kriegen auch nichts anderes“. St. Urbanus lieber Herre, mach die Trauben schwere, bist du aber nass, bringt es nichts ins Faß, musst du selbst ins Nass.“  

In unserer Kirche steht hier rechts, in der Nische, eine geschnitzte Figur. Urbanus trägt die dreifache Krone, die Tiara und hält einen Kreuzesstab. Davor legen wir in jeder Messfeier das kostbare Evangeliar ab. Urbanus begleitet das Wort Gottes, das wir kennen und lieben, indem uns Jesus heute sagt: „Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. Das ist sicher ganz im Sinne unseres Heiligen, der Gottes Wort bis zu seinem Märtyrertod verkündet hat.

Ich schließe mit dem alten Kirchengebet: Das Fest seines Heiligen Papstes Urbanus feiernd, bitten wir dich Gott, Gib, das seine Fürsprache die Dir uns Hilfe erwirke, durch Christus, unseren Herrn. AMEN

                                                                     Pfarrer Jürgen Zahn

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regelmäßige Sonntagsgottesdienste

Rhade

St. Ewald: Samstags, 17:30 Uhr

St. Urbanus: Sonntags, 11:00 Uhr


Lembeck

Michaelisstift: Sonntags, 8:00 Uhr

St. Laurentius: Samstags, 19:00 Uhr

St. Laurentius: Sonntags, 9:30 Uhr

nächstgelegene Sonntag Abend Messe

St. Remigius Borken

Sonntags, 18:00 Uhr

(NICHT am 1. Weihnachts-, Oster- oder Pfingsttag, Patronatsfest)

 

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