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Das Lembecker Dreifachjubiläum sei ein wahrhaftig schönes Heimatfest.  Das betonte Bischof Dr. Felix Genn zu Anfang seiner Predigt. Der in vergangener Zeit etwas stiefmütterlich behandelte und oft sogar belächelte Begriff der „Heimat“ stehe in jüngster Zeit wieder mehr im Focus. „Zusammen sind wir Heimat“ laute zum Beispiel das Leitwort der diesjährigen Caritas-Aktion.

„Heimat ist mehr als ein Ort“ – so ein Buchtitel. Heimat sei Sprache, Gesang und Musik und kein „völkisch“ sich abgrenzendes Bewusstsein. „Heimat ist dort, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde“, betonte der Bischof. Natürlich sei es für ihn auch der Ort, wo er seine Wurzeln habe. „Aber ich kann auch Heimat an unterschiedlichen Orten haben, an die ich gerne zurückkehre. Heimat ist da, wo Gemeinschaft entsteht, wo erzählt wird, was wichtig und wesentlich für die Gemeinschaft ist“, sagte Genn in seiner Predigt und führte weiter aus, dass Heimat auch als „Erzählgemeinschaft“ zu benennen sei. 

„Die Geschichte unserer Heimat ist nicht zu denken ohne die Wirklichkeit unserer Glaubensgemeinschaft, unseres Glaubens, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde durch Erzählung und durch die Erfahrung: Wer glaubt, ist nicht allein“, hielt Genn fest. Er bilde eine Gemeinschaft. „Gott vermag uns Heimat zu geben, da er uns versteht und da wir uns von ihm verstanden wissen können, da er selber einer von uns geworden ist und Heimat gefunden hat zu einer bestimmten Zeit, in einem bestimmten Umfeld und an einem bestimmten Ort.“   

Kirche sei mehr als ein Heimatverein, der behüte und bewahre. Kirche gebe weiter, was bedeutend und wichtig sei. „Das ist Tradition im eigentlichen Sinn des Wortes: sie gibt weiter an die nächste Generation.“ Allerdings komme es heutzutage oft zum Traditionsabbruch. Der Glaube werde nicht mehr weitergegeben. Viele Menschen seien nicht mehr auskunftsfähig, darüber zu erzählen. 

Zu seiner Kinderzeit, so erzählte der Bischof, habe es viel weniger Medien als heute gegeben. „Aber man hatte die Erzählungen, die von Herzen kamen und immer wieder gerne gehört wurden, weil die Erzähler zeigten, wie sehr ihr Herz berührt war.“

Anlässlich des 800-jährigen Jubiläums von St. Laurentius müsse sich jeder fragen, ob der Glaube noch zu seinen Wurzeln, zu seiner Biographie, zu unserer Heimat gehöre.  „Zentrum des Glaubens ist: Gott ist uns nahe.  Durch seine Menschwerdung ist er auf Augenhöhe mit uns Menschen. Gott trägt nicht nach. Wer sich bekehrt und bereut, findet Erbarmen. Das zeigt dieser Jesus von Nazareth. Ihm kommt es darauf an, dass wir in seiner Spur bleiben.“

Es gebe viele Zeichen von wirksamen Erzählungen. Der Bischof berichtete von einem jungen Mann, der seinen Großvater am Sterbebett fragte, ob er keine Angst habe und der Großvater nur sagte: „Junge, ich gehe dir doch nur schon mal voraus.“ Für diesen Jungen war das keine große Predigt, aber es war mehr als eine Predigt, weil der Großvater von seinem Glauben erzählte.

Der Bischof berichtete, dass am Sterbebett seines eigenen Vaters ihm seine Mutter einen Zettel mit den Worten aus dem Römerbrief gab: „Keiner lebt sich selber, keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn“. Diesen Text solle er auf den Totenzettel seines Vaters setzen. „In dem Augenblick merkte ich, aus welchem Glauben meine Mutter gelebt hat. Und solche Erzählungen brauchen wir auch heute.“

Das Leitwort, das die Gemeinde sich für diese Festtage gegeben habe „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“ stimme. „Deswegen sind wir als katholische Kirche in unserer Gemeinde wirklich allumfassend, haben wir einen Sinn für diejenigen, die nicht zu uns gehören, sind wir zusammen mit den Flüchtlingen Heimat, geben wir weiter, was wir empfangen haben.“

Die Menschen stünden heute auf dem Fundament derer, die schon gestorben seien und aus dem Glauben ihr Leben gestaltet haben. „Dafür sagen wir Danke. Danke für das, was sozusagen in den Boden gegeben wurde, damit wir heute davon zehren können. Auch mit denen, die nicht mehr unter uns sind, sind wir zusammen Heimat“, sagte der Bischof. Diese Wurzeln sollten weiter ausschlagen, wachsen und Frucht bringen, „damit die jungen Menschen durch uns Erwachsene spüren: es ist gut Christ zu sein, es ist schön, Christ zu sein und es stimmt auch. Amen.“ 

 

Zusammengefasst von Ludwig Drüing und bearbeitet und zur Veröffentlichung freigegeben von Michaela Kiepe (Bischöfliche Pressestelle)

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