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Die Pfarrnachrichten ab dem 28. August finden Sie nun im Pfarrnachrichten-Archiv.

Liebe Gemeinde,

wie häufig hören und gebrauchen wir das Wort „Weihe“ oder „einweihen“.

So werden z.B. eine Kapelle oder Kirche, ein Altar, ein Kreuz, eine Glocke,

eine Orgel, Hostienschalen und Kelche, gottesdienstlichen Gewänder oder auch einfach von Weihwasser geweiht. Auch profane Dinge wie eine Wohnung, ein öffentliches Gebäude  oder ein Feuerwehrauto können eingeweiht werden.

Um diese Sakramentalien und Segnungen geht es heute nicht. Sie sind nicht von Jesus sondern von der Kirche eingesetzt worden. 

Beim von Jesus eingesetzten Sakrament der Weihe geht es um die Weihen zum Bischof, Priester und Diakon. Zunächst einmal sind alle Christen durch ihre Taufe zum Dienst vor Gott geweiht. Darum spricht die Kirche auch vom gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen. Aber die Gemeinden der Christen brauchen Menschen, die in ihnen besondere geistliche Dienste übernehmen. Diese Dienste werden in abgestufter Form den Bischöfen, Priestern und Diakonen im Sakrament der Weihe übertragen.

Das Sakrament der Weihe geht über eine Delegation durch die Gemeinschaft hinaus. Es „verleiht eine Gabe des Heiligen Geistes, die eine „heilige Gewalt“ (sacra potestas) auszuüben gestattet, die nur von Christus selbst, durch seine Kirche, verliehen werden kann.“ Durch das Wirken in persona Christi ist garantiert, dass Christus selbst in den Sakramenten tätig wird zur Heilsvermittlung, unabhängig von den Vorzügen oder Fehlern des Amtsträgers.

Die Bischöfe sind Nachfolger der Apostel. In der sogenannten apostolischen Sukzession kann die Weihe eines jeden Bischofs auf einen der Apostel zurückgeführt werden, die ursprünglich von Jesus direkt beauftragt worden sind.

Die besondere Autorität des Papstes als Nachfolger des Apostel Petrus beruht auf der Überlieferung zum Beispiel im Matthäusevangelium. Jesus sagt dort:

“Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.“

Den Bischöfen, Priestern und Diakonen werden bei ihrer Weihe als äußeres Zeichen des Sakramentes vom die Weihe vornehmenden Bischof

die Hände  aufgelegt und das entsprechende Weihegebet gesprochen.

Außerdem erfolgt noch die Salbung mit Chrisam und es wird ein für den jeweiligen Dienst spezifisches Zeichen überreicht.

Dies sind bei den Diakonen die Querstola und das Evangelienbuch,

beim angehenden Priester, der ja bereits zuvor schon zum Diakon geweiht worden ist, die Längs-Stola, eine Schale mit Hostien sowie ein Kelch mit Wein und Wasser und beim Bischof  Mitra, Bischofsring und Bischofsstab.

In der höchsten Stufe, dem Bischofsamt, ist die Fülle der Weihegaben präsent, welche vom Bischof an Priester und Diakone weitergeben wird.

Eine Weihe gilt dann gültig und als Sakrament vollzogen,

wenn alle dazu notwendigen Voraussetzungen gegeben sind:

Der spendende Bischof muss in apostolischer Sukzession stehend

von Christus mit dem Auftrag ausgestattet sein, das Sakrament zu spenden.

Der Empfänger muss getauft, männlich und

von der Kirche in dieses Amt berufen und dazu geeignet sein.

Unabhängig von der Gültigkeit der Weihe ist die Frage nach ihrer Rechtmäßigkeit. In der römisch-katholischen Kirche darf eine Bischofsweihe erlaubt nur im Auftrag des Papstes erfolgen.

Aber auch ohne diese Erlaubnis gilt eine Weihe dennoch als sakramental gültig.

Sie ist jedoch verboten und zieht nach can. 1382CIC „Amtsanmaßung und Verletzung der Amtspflicht“ die Exkommunikation als Tatstrafe nach sich.

Solche Probleme hat es in den letzten Jahrzehnten vor allem in China gegeben, wo es auf Druck des Staates gültige aber unrechtmäßige Bischofsweihen gegeben hat.

Die Zulässigkeit der Ordination von Frauen ist ein wesentlicher Unterschied

im Verständnis des Sakraments bei den verschiedenen Kirchen.

Nach katholischer Lehre kann das Weihesakrament nur von einem Mann gültig empfangen werden. Weihen mit Beteiligung einer Frau als Spender oder als Empfänger werden als ungültig und ohne sakramentale Wirkung betrachtet.

Die grundsätzliche Einschränkung der Zulassung zum Weihesakrament wird damit begründet, dass Jesus bei der Einsetzung des Sakraments ausschließlich Männer zu seinen Aposteln berufen hat. An diese göttliche Festlegung ist die Kirche gebunden und hat daher keinerlei Vollmacht, dieses Sakrament einer Frau zu spenden. Dies wird nicht als Diskriminierung angesehen, sondern als Wertschätzung der von der Natur gegebenen Verschiedenheit der Geschlechter.

Johannes Paul II sagt: „Wenn Christus nur Männer zu seinen Aposteln berief,

tat er das völlig frei und unabhängig. Er tat es mit derselben Freiheit, mit der er in seinem Gesamtverhalten die Würde und Berufung der Frau betonte, ohne sich nach den herrschenden Sitten und nach der auch von der Gesetzgebung der Zeit gebilligten Tradition zu richten“

Auch die Apostel haben ausschließlich Männer zu ihren Nachfolgern berufen. Diese Praxis ist bereits aus der Urkirche belegt und wird daher auch als Bestandteil der kirchlichen Tradition angesehen.

Als weiterer Grund gilt, dass ein Priester bei der Ausübung der durch die Weihe erlangten Vollmachten nicht in eigener Person handelt, sondern in persona Christi („an der Stelle von Christus“), weshalb auch eine natürliche Ähnlichkeit (naturalis similitudo) erforderlich oder wenigstens geboten sei, um die Verkörperung des Mannes Jesus erkennbar zu machen.

Noch einmal Papst Johannes Paul II:

„Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“

Die Weihestufe des Bischofs

Die Bischofsweihe ist die höchste der drei Stufen des Weihesakraments.

Durch sie werden die Empfänger in das Kollegium der Bischöfe aufgenommen. Sie werden für eine bestimmte Diözese geweiht und übernehmen zugleich Verantwortung für die gesamte Weltkirche. Als Nachfolger der Apostel sind sie gemeinsam mit dem Papst für die Leitung der Kirche verantwortlich.

Nur die Bischöfe können selbst auch weihen. Auch wenn der Bischof von Rom - also der Papst – allein alle Entscheidungen in und für die Kirche treffen kann, steht er auf keiner höheren Weihestufe als alle anderen Bischöfe.

Bei einem Konzil kommen alle Bischöfe der Weltkirche zusammen

und können gemeinsam mit dem Papst

höchste, lehramtliche Entscheidungen für die Kirche treffen.

Die Weihestufe des Priesters

Priester werden durch die Weihe und die Sendung des Bischofs zu dessen Mitarbeitern im Presbyterium, also der Gemeinschaft der Priester bestellt.

Sie haben, wie die Diakone auch, die Aufgabe, in der Liturgie die Geheimnisse des Glaubens zu feiern, das Evangelium zu verkünden und in den Bistümern karitativ tätig zu sein. Sie werden vom Bischof in den Ortsgemeinden des Bistums eingesetzt, beispielsweise als Pfarrer.

Die Weihestufe des Diakons

Wie es bereits in der Anfangszeit der Kirche schon einmal war, ist das Diakonat seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wieder ein eigenständiges Weiheamt.

Dazwischen konnten jahrhundertelang nur angehende Priester zum Diakon geweiht werden.

Heute gibt es sowohl die ständigen Diakone - oft verheiratete Männer und Familienväter - als auch Diakone, die sich in einem rund ein Jahr dauernden zeitlichen Diakonat auf die Priesterweihe vorbereiten.

Diakone leiten häufig Wortgottesdienste, wie Tauffeiern und Trauungen.

Ein zentraler Unterschied zwischen dem Amt des Diakons

und den Ämtern als Priester und Bischöfe

ist die Bevollmächtigung der letzteren,

"in persona christi capitis" ("in der Person Christi des Hauptes") zu handeln.

Die Diakonenweihe verleiht "die Kraft, dem Volk Gottes

im Diakonat der Liturgie, des Wortes und der Liebe zu dienen".

Diakone dürfen in der Heiligen Messe predigen,

können diese aber nicht selbst zelebrieren und auch die Beichte nicht hören

Eucharistie, Bußsakrament und Krankensalbung

umfassen die Vergebung der Sünden und

gehören somit nicht zu den Aufgaben der Diakone.

Diakone spenden jedoch das Sakrament der Taufe

und assistieren bei der Eheschließung,

ein Sakrament, das sich die Eheleute gegenseitig spenden.

 

Priester sind vor Ort in ihrem Sprengel vor allem für die Spendung von Eucharistie, Krankensalbung und Buße aber natürlich auch für alle Aufgaben der Diakone zuständig.

Das Weihesakrament bleibt das Privileg der Bischöfe.

Die Firmung wird üblicherweise ebenfalls von den Bischöfen gespendet,

kann aber auch delegiert werden.

 

Bischöfe, Priester und Diakone bilden den Stand der „Kleriker“.

Dieser Stand ist jedoch nicht besonders hervorgehoben, um Ehren zu empfangen und Pfründe zu genießen, sondern hat die Aufgabe zu dienen.

Er folgt Christus, der von sich sagt: „ Ich bin gekommen, nicht um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.“

Dies wird ganz besonders in der Liturgie des Gründonnerstags deutlich,

wo der Papst, die Bischöfe oder die Priester anderen die Füße waschen.

Amen.

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Die Pfarrnachrichten ab dem 28. August finden Sie nun im Pfarrnachrichten-Archiv.

regelmäßige Sonntagsgottesdienste

Rhade

St. Ewald: Samstags, 17:30 Uhr

St. Urbanus: Sonntags, 11:00 Uhr


Lembeck

Michaelisstift: Sonntags, 8:00 Uhr

St. Laurentius: Samstags, 19:00 Uhr

St. Laurentius: Sonntags, 9:30 Uhr

nächstgelegene Sonntag Abend Messe

St. Remigius Borken

Sonntags, 18:00 Uhr

(NICHT am 1. Weihnachts-, Oster- oder Pfingsttag, Patronatsfest)

 

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