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Die Pfarrnachrichten ab dem 28. August finden Sie nun im Pfarrnachrichten-Archiv.

Predigtreihe      Das Sakrament der EHE         28. Sonntag – 11. Okt. 2015

 

Wenn ein Brautpaar zum Gespräch zu mir kommt um mit mir ihre Hochzeit vorzubereiten, sind beide Partner gespannt und in froher Erwartung. Sie sind ca. 30 Jahre und kennen sich etwa 10 Jahre. Sie wohnen meist schon über Jahre zusammen. Sie pflegen ihren Freundeskreis und haben gute Kontakte zu ihren Eltern. Beide sind berufstätig und haben in der Woche wenig Zeit. Umso mehr  genießen sie dann das Wochenende. KIRCHE und Gemeindeleben spielen für sie keine große Rolle. Aber ihre Beziehung  hat sich weiter entwickelt, bis zur Entscheidung: Wir trauen uns kirchlich! Wir zwei gehören zusammen. Liebe Gemeinde! Das Paar heiraten nicht um wirtschaftl. versorgt zu sein, auch nicht um gesellschaftlichen, kirchlichen Normen zu entsprechen. Da hatten Liebende früher viel Druck! Sie heiraten einzig und allein weil sie sich lieben! Ihre lebendige Liebe zueinander soll den Zusammenhalt garantieren. Die emotionalen Ansprüche aneinander sind deshalb besonders hoch!

Weil Paare das spüren, möchten sie, wenn sie von christlichen Glauben geprägt sind, ihre Liebe unter Gottes Segen stellen. Wenn ein Paar sich in der katholischen Kirche Liebe und Treue verspricht, spendet es sich das Sakrament der Ehe. Im JA – Wort bekunden beide, dass sie als Ehepartner nicht nur auf ihre eigene Kraft bauen. Sie verstehen ihr Versprechen auch als Bitte an Gott, ihnen die Kraft zu geben, ihre Liebe zu bewahren.     

Der Zuspruch Gottes in der Feier tut ihnen gut! Sie sind als Eheleute nicht allein. Gott, als Ursprung des Lebens und der Liebe ist als „dritter im Bunde“ dabei. Durch ihr gegenseitiges Versprechen sind sie Eins geworden. Gott segnet ihren DIALOG! Wo sie sich mit ihren Gedanken, ihren Gefühlen, mit ihrem Körper offen und liebend  begegnen, wo ihre Kommunikation gelingt, fühlen sich beide geliebt und glücklich. Ein Sakrament ist ein Zeichen der  Liebe Gottes. Seine Liebe wird in der Liebe der EHELEUTE besonders anschaulich. In ihrem Miteinander wird konkret, was es heißt zu teilen, zu vergeben, sich  in guten wie in schweren Tagen beizustehen, in Gesundheit, in Krankheit! In gegenseitiger Liebe,  Hingabe und Achtung. Besonders am Anfang sind beide fest überzeugt: Gemeinsam werden wir die Herausforderungen meistern.  

Es ist ihr Glauben und Vertrauen, Sehnsucht, dass ihre Lieben sie ein Leben lang trägt und da ist. Aber es gibt eben auch Krisen!  Sie gehören in Beziehungen dazu! Viele fragen: Aber ist Liebe und Treue wirklich auf Dauer lebbar? So oft erfahren Menschen, die länger verheiratet sind, dass sie sich in täglichen Querelen und Streit verstricken, sich ohnmächtig fühlen angesichts der Schwächen des Partners, der Partnerin, dass sie sich oft nicht mehr verstanden fühlen.  Ehepartner erleben wie ein Kind ihr Leben verändert, Arbeitslosigkeit, Umzüge, Pflege – und Todesfälle von Angehörigen, Krankheiten, finanzielle Probleme können eine Last werden.

Die Ehe ist ein Wagnis, ein Weg, eine Aufgabe!  Das Sakrament Ehe, ist kein Zaubermittel!  Auch wenn Gott mit Eheleuten auf dem Weg ist – gehen müssen sie selbst. Sein Segen wirkt nicht automatisch. Gut, wenn beide überzeugt sind: Unsere Ehe ist wert dafür zu kämpfen. Unser Versprechen in der kirchlichen Trauung ist weiter eine verlässliche Basis. (Sich trauen –bedeutet sich wagen, sich riskieren. Viele junge Leute können oder wollen kein Wagnis eingehen. Sie haben im tiefsten Zweifel ob sie wirklich Bindungs - und Beziehungsfähig sind auf Dauer. Nicht alle trauen sich! Liebe Eltern! Drängen sie ihre Kinder nicht in die Ehe! Der Schritt muss aus freiem Entschluss kommen.) 

Und was ist, wenn die Ehe trotz aller Bemühungen dennoch scheitert? Zerrütteten Ehen sind ja auch unter Christen eine Realität. Kirche befürwortet dann die sogenannte Trennung von Tisch und Bett. Auch eine zivile Scheidung wird toleriert. Geschiedene sind + bleiben Glieder der Kirche. Auch Wiederverheiratete sind nicht ausgeschlossen.

Doch die sakramentale Ehe endet nicht, wenn die Partner nicht mehr zusammen leben. Gottes ZUSPRUCH umfasst ihr ganzes Leben und nicht etwa nur eine befristete Zeit. Geschiedene Wiederverheiratete leben im Verständnis der Kirche im Widerspruch zu ihrem Versprechen, vom Kommunionempfang ausgeschlossen.

Ist es verwunderlich, dass Sie sich als Christen zweiter Klasse fühlen und der Kirche den Rücken kehren. Es ist ein Skandal für die Kirche, die den Auftrag hat Barmherzig zu sein! Jesus hat doch keinen zurückgewiesen! Jesus hat Brücken gebaut!  Niemand von uns ist ohne Sünde und Fehler. Die Eucharistie ist keine Belohnung. Im Gegenteil: das gebrochene Brot der Eucharistie,, ist das Brot für Menschen, die Brüche in ihrem Leben erlebt und erlitten haben. Ich bete dafür, dass Ehen gelingen und Eheleute glücklich werden.  Und dafür, dass die Synode in Rom  geschiedenen Wiederverheirateten den Weg zum Mahl öffnet.  und  die Kirche sich im Sinne von Papst Franziskus glaubwürdig und barmherzig zeigt! AMEN!

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St. Ewald: Samstags, 17:30 Uhr

St. Urbanus: Sonntags, 11:00 Uhr


Lembeck

Michaelisstift: Sonntags, 8:00 Uhr

St. Laurentius: Samstags, 19:00 Uhr

St. Laurentius: Sonntags, 9:30 Uhr

nächstgelegene Sonntag Abend Messe

St. Remigius Borken

Sonntags, 18:00 Uhr

(NICHT am 1. Weihnachts-, Oster- oder Pfingsttag, Patronatsfest)

 

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