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Liebe Gemeinde,

Seit 1968 begeht die katholische Kirche am 1. Januar,

dem Hochfest der Gottesmutter Maria, den "Weltfriedenstag".

Das diesjährige Motto der vorab veröffentlichten,

jährlichen Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag lautet:

„Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden".

 

Papst Franziskus wirbt in seiner Botschaft für einen

 

"Blick des Vertrauens" auf die globalen Migrationsbewegungen.

Mit ihnen könne man eine friedvolle Zukunft aufbauen.

Von den Regierenden verlangt Papst Franziskus,

die Aufnahmepolitik "auf ein Höchstmaß" auszuweiten,

"soweit es das wahre Wohl ihrer Gemeinschaft zulässt".

Regierende hätten "eine klare Verantwortung

gegenüber der Bevölkerung in ihren Ländern, deren

ordentliche Rechte und harmonische Entwicklung sie gewährleisten müssen".

Migranten und ihre Aufnahmegesellschaften

gehörten aber "zu einer einzigen Familie".

Beide Teilen hätten dasselbe Recht, die Güter der Erde zu nutzen.

Integration bedeute, eine umfassende Teilnahme am Leben der Aufnahmegesellschaft zu ermöglichen, betont der Papst in seiner Botschaft.

 

Die Flucht von Menschen vor Verfolgung und Gewalt,

aber auch vor Armut und Hoffnungslosigkeit ist das zentrale Thema,

welches zurzeit unsere Gesellschaft in Deutschland umtreibt.

Es beeinflusst über Wahlen unsere politische Landschaft.

Es wirkt wie kein anderes auf unser Lebensgefühl

und spaltet unsere Gesellschaft.

Angst breitet sich aus:

Angst vor dem Fremden, Angst vor Gewalt,

Angst vor Verlust von Wohlstand, Angst vor der Zukunft.

Misstrauen breitet sich aus:

Misstrauen gegenüber den Fremden, Misstrauen gegenüber den Medien,

aber auch Misstrauen gegenüber den Vertretern unseres politischen Systems.

 

Wir fühlen uns hilflos gegenüber dieser komplexen Situation.

Wir fordern Lösungen, die wir verstehen und nachvollziehen können.

Unsere Sicht auf dieses Thema wird ganz entscheidend

durch unsere persönliche Lebenssituation bestimmt:

Die Frau, die im Marler Stern von Ausländern angemacht wird,

sieht die Situation anders als die Frau,

die sich persönlich für konkrete Flüchtlinge vor Ort einsetzt,

oder die alleinerziehende Mutter, die den Euro zweimal umdrehen muss.

Der Polizist, der Feuerwehrmann oder der Rettungshelfer,

der im Einsatz angepöbelt und bedroht wird, sieht die Situation anders

als der gut verdienende Angestellte mit fester Stelle oder

der in prekären Beschäftigungsverhältnissen jobbende Geringverdiener.

 

Wenn Papst Franziskus diesmal für einen „Blick des Vertrauens“ wirbt,

setzt er am richtigen Hebel an.

Wir brauchen Vertrauen, um Zukunft gestalten zu können.

Wir müssen uns vor allem auf Menschen verlassen können,

deren Verhalten und Handeln auch unsere Zukunft beeinflusst.

Vertrauen muss zur verbindenden Gemeinsamkeit

aller Menschen in einer Gesellschaft werden.

 

Solch ein Vertrauen speist sich aus unseren eigenen Erfahrungen,

aber auch aus den Erfahrungen anderer, die uns berichtet werden.

Die Medien spielen dabei eine große Rolle.

Viele Medien überzeichnen dabei die Wirklichkeiten:

sowohl in negativer als auch in positiver Hinsicht.

Wenn es denn dann besser kommt als berichtet, sagen wir: Glück gehabt!

Wenn es schlechter wird als vorhergesagt, sind wir frustriert!

Gestern war ein Politiker noch der Heilsbringer seiner Partei –

Heute ist er deren Hypothek.

Wie soll da Vertrauen in diesen Menschen entstehen?

 

Ich persönlich glaube nicht, dass allein Erfahrungen -eigene oder die von anderen- zu dem bei uns zu spürenden Vertrauensverlust führen.

Ist es nicht vielmehr so, dass bei vielen Menschen

ihr Wertefundament bröckelig geworden ist

– insbesondere das Fundament, das durch unseren Glauben begründet wird? Werte sind kondensierte Erfahrungen von Generationen,

aus denen man Sicherheit in stürmischen Zeiten

und Wegweisung für den zukünftigen Weg ziehen kann.

 

Wer auf einem bröckeligen Fundament steht, muss doch befürchten,

bei der kleinsten Welle und dem leisesten Windhauch, den Halt zu verlieren.

Er kann auch keinem anderen in Seenot die helfende Hand hinstrecken.

Er muss doch befürchten, das mit fortdauerndem Unwetter

sein Fundament immer kleiner und unsicherer wird!

Er hat auch keine Zeit mehr, langfristige und nachhaltige Lösungen abzuwarten.

Er gerät in Panik und läuft jedem Scharlatan hinterher.

Deswegen müssen insbesondere wir Christen

die Fundamente unserer Gesellschaft und ihrer Menschen festigen.

Das ist und in der Vergangenheit durchaus gelungen!

Im Vertrauen auf die Botschaft Jesu wurde im 19. Jahrhundert

die soziale Katastrophe nach den Wirren der französischen

und den Umbrüchen der industriellen Revolution überwunden.

Bischof Wilhelm Emanuel von Ketteler als Mitbegründer der Katholischen Soziallehre, sein Studienfreund Adolph Kolping als Begründer des Kolping-Werkes und Papst Leo XIII als Verfasser der Sozialenzyklika „rerum novarum“ stehen als leuchtende Beispiele bis heute dafür.

 

Die Botschaften der Päpste zum Weltfriedenstag sollen

die Fundamente der Menschen und unserer Gesellschaft ebenfalls stärken.

Nach der Katastrophe des zweiten Weltkrieges

und dem Ende des Kalten Krieges 1989 steht heute

die Bewältigung der Globalisierung und als deren herausragender Aspekt

die weltweite Migration auf der Tagesordnung.

 

Zunehmender Isolationismus und „My country first“ ist die eine Antwort,

die manchmal auch das Christentum für ihre Argumentation vereinnahmt.

Das Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft,

auch auf der Grundlage christlicher Werte, ist die andere Antwort,

die unser Papst mit seiner diesjährigen Botschaft gibt.

 

Für die konkreten Wege dahin kann man vom Papst keine

detaillierten Patentrezepte erwarten – und von unseren Politikern auch nicht.

Die Fundamente für diese Wege müssen aber das Vertrauen

zum einen in die grundsätzliche Erreichbarkeit dieser gemeinsamen Zukunft

und zum anderen die Botschaften des Evangeliums sein.

 

 

Den Botschaften des Evangeliums zu vertrauen,

heißt „Gottvertrauen“ zu haben: Vertrauen darauf, dass

Gott es auch heute in dieser konkreten Situation mit uns Menschen gut meint.

Dieses Vertrauen ist in früheren Zeiten auch durch das Gebet gestärkt worden. Vielleicht sollten wir dieses auch heute wieder stärker einsetzen.

Dieses Gottvertrauen kann dann auch auf Menschen übertragen werden,

z. B. auf Politiker, die selbst auch auf dem Boden des Evangeliums stehen

und auf dieser Basis die konkreten Wege suchen:

Wege, die die verschiedenen Sichten der Menschen bei uns berücksichtigen und unsere Gesellschaft einen.

Wege, die wir zusammen mit den anderen Völkern in Europa

und in der Welt gehen können.

Wege, die Menschen Vertrauen in Ihre Zukunft in ihrer Heimat geben

und nicht zu Wirtschaftsflüchtlingen werden lassen.

Wege, die Konflikte lösen oder so abmildern können,

dass Menschen nicht vor Krieg und Terror flüchten müssen.

Wege, die für diejenigen nicht tödlich enden,

die trotzdem ihre Heimat verlassen.

 

Lassen Sie uns 2018 zunehmend Vertrauen fassen,

Gottvertrauen als erstes.

Lassen Sie uns dieses Vertrauen

nicht blauäugig, sondern mit wachem Verstand verschenken:

an unseren Nächsten, an unseren Nachbarn und an unsere Freunde

aber auch an den Fremden in unserem Lande und an unsere Politiker.

Auch auf die Gefahr hin, dass unser Vertrauen im Einzelnen enttäuscht wird.

Vertrauen ist der Anfang von allem, das gut werden soll.

 

Ich wünsche uns ein gesegnetes Neues Jahr 2018.

 

 

 

 

 

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regelmäßige Sonntagsgottesdienste

Rhade

St. Ewald: Samstags, 17:30 Uhr

St. Urbanus: Sonntags, 11:00 Uhr


Lembeck

Michaelisstift: Sonntags, 8:00 Uhr

St. Laurentius: Samstags, 19:00 Uhr

St. Laurentius: Sonntags, 9:30 Uhr

nächstgelegene Sonntag Abend Messe

St. Remigius Borken

Sonntags, 18:00 Uhr

(NICHT am 1. Weihnachts-, Oster- oder Pfingsttag, Patronatsfest)

 

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