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Liebe Rhaderinnen und Rhader, liebe Gäste,

als Rhade vor 800 Jahren im Jahre 1217 erstmals urkundlich erwähnt worden ist, muss hier schon eine ansehnliche Gemeinde bestanden haben.
Denn es ging um Abgaben, die von dieser Ansiedlung westlich von Lembeck zur Finanzierung der Kreuzzüge eingetrieben wurden.

Nur wo etwas zu holen ist, lohnt sich eine eigene Buchführung.
Die Zeit, in der Rodungen den ersten Siedlungsraum geschaffen hatten – und darauf geht der Name Rhade ja zurück- war damals schon einige Zeit vorbei. Somit leben seit weit mehr als 800 Jahren hier an diesem Ort
Menschen in einer dörflichen Gemeinschaft zusammen,
aus der sich unser heutiges Rhade entwickelt hat.
Diese unsere Kirche St. Urbanus war in Form ihrer Vorgängerbauten
immer schon Zentrum dieses Dorfes und der untere Teil unseres Kirchturms ist das älteste noch in Nutzung befindliche Gebäudeteil in Rhade.

8 Jahrhunderte sind seit seiner ersten Erwähnung
inzwischen über Rhade hinweggegangen und
die Verhältnisse haben sich in dieser Zeit sehr geändert.
Rhade wurde 1489 von Lembeck abgepfarrt
und gut 500 Jahre später in einer gemeinsamen Pfarrei wiedervereinigt. Rhade wurde unter Napoleon 1803 dann aus der weltlichen Herrschaft des Bistums Münster herausgelöst.
Rhade hatte 130 Jahre lang bis 1974 eigene Bürgermeister.
Rhade gehört seitdem als Landgemeinde zur Stadt Dorsten.

Mit den Preußen kamen zu Anfang des 19.Jahrhunderts die ersten evangelischen Christen als Vertreter der Obrigkeit nach Rhade.
Die neue Eisenbahn brachte gegen Ende des 19. Jahrhunderts zusätzliche Einwohner nach Rhade. Diese hatten ihren Arbeitsplatz zum ersten Mal auch außerhalb dieses Ortes und mit dem Siegeszug des Automobils und der immer besser werdenden Verkehrsinfrastruktur kamen die neuen Siedler und Pendler aus den Städten des Ruhrgebietes nach Rhade.

So ist die Einwohnerzahl gestiegen und
Rhade hat heute so viele Einwohner wie typische Städte im Mittelalter. Auch die Zusammensetzung der Bevölkerung hat sich geändert.

Zwar stellen die Katholiken mit 2/3 der Einwohner immer noch die größte Einwohnergruppe, doch gibt es neben den evangelischen Christen auch immer mehr Einwohner, die sich zu keiner christlichen Konfession bekennen.

Bei all dieser zunehmenden Vielfalt eint
die große Mehrzahl der Bewohner von Rhade aber ein gemeinsamer Wunsch:
„Wir wollen hier in Rhade zu Hause sein!
Wir wollen in einer guten Gemeinschaft leben!
Wir wollen uns hier vor allen Dingen „sauwohl“ fühlen.
Junge Eltern sagen mir bei den Gesprächen, die ich vor der Taufe ihrer Kinder regelmäßig führe, immer wieder: „Wir sind nach Rhade gezogen,
damit unsere Kinder in einer guten Umgebung aufwachsen
.“

Diese gemeinsamen Interessen werden in einer Vielzahl von Vereinen hier in Rhade verwirklicht. Hier werden die gemeinsamen Werte gelebt: „Verantwortung übernehmen;
selbst gemeinsam anpacken, um etwas zu erreichen;

Helfen, wo es nötig ist“

Das führt auch zu einer Verbundenheit mit dem Ort, an dem man lebt. Die Übersichtlichkeit dieses geographisch abgegrenzten Raumes begünstigt den Zusammenhalt in einer immer bunter werdenden Welt. Wir merken, wie sich die gesellschaftlichen Veränderungen auch in Rhade auswirken. Das macht vielen von uns Sorgen.

Die Kirche St. Urbanus steht zwar immer noch in der Mitte des alten Rhader Ortskernes, aber nicht mehr dominant im Zentrum des Rhader Lebens.
Nur noch 6% aller Rhader Einwohner besuchen am Wochenende einen Gottesdienst in einer der drei Kirchen in Rhade.

Die Bindekraft der Religion lässt nach, die über die längste Zeit der vergangenen 8 Jahrhunderte die Dorfgemeinschaft zusammengehalten hat - neben den radikalen wirtschaftlichen Zwängen
einer fast ausschließlich von der Landwirtschaft lebenden Gemeinschaft.

Inzwischen gibt es auch eine größere Zahl von Einwohnern,
die so manches in Rhade als selbstverständlich hinnehmen
und nicht mehr bereit sind, sich dafür zu engagieren.
So manchen Vereinen gehen die aktiven Mitglieder aus, die man zur Bewältigung der ehrenamtlichen Aufgaben braucht.

Aber immer noch gibt es doch viel mehr
und insbesondere auch jüngere Leute,
die sich ehrenamtlich in Rhade einbringen.
Das erleben wir immer wieder nicht nur beim Schützenfest, dem ökumenischen Gemeindefest, dem Feuerwehrfest und in vielen Nachbarschaftsfesten,

sondern auch im Engagement bei dem gerade abgeschlossenen Pfingstzeltlager der Messdiener, der bald wieder anstehenden Amelandfahrt
und in den vielen Fördervereinen, die wir hier in Rhade haben.

Es ist gut und wichtig, an diesem Wochenende
dieses vielfältige produktive Engagement in Rhade zusammenzuführen und gemeinsam Rhade als Ganzes zu feiern.
Das macht ja gerade auch denen Mut und Freude,
die sich schon an so vielen Stellen engagieren.
Nichts ist motivierender als ein gemeinsames schönes Erlebnis,
bei dem man mitten drin war und an dem man selbst mitgewirkt hat. Und diese Freude der Mitwirkenden ermuntert auch diejenigen,
die noch ein passendes Engagement suchen,
sich aber noch nicht aufraffen konnten, selbst Hand anzulegen.

Jesus betet im gerade gehörten 19.Kapitel des Johannesevangeliums
zu seinem Vater um die Einheit der Menschen mit ihm und untereinander. Auch wenn nur 6% der Rhader Einwohner sonntags den Gottesdienst besuchen, so verwirklichen doch viel mehr an ihrem Platz zuhause und im Verein die bereits genannten „urchristlichen“ Werte:
„Verantwortung übernehmen;
selbst gemeinsam anpacken, um etwas zu erreichen;
Helfen, wo es nötig ist“.
Sie bilden den Sauerteig, der unser Leben in Rhade so lebenswert macht. Dieser Sauerteig muss wie beim Brotbacken immer wieder einmal im Teig unserer Dorfgemeinschaft durchgeknetet werden.
Dann geht das ganze Dorf wie ein gutes Brot homogen auf
und bildet keine Klumpen.
Dies wird mit diesem Festwochenende erreicht.
Wenn wir auf diese Weise eins untereinander werden
und uns dabei „sauwohl“ fühlen,
wird an diesem Wochenende ein Teil von Jesu Gebet in Rhade Wirklichkeit. Dann ist es nur noch ein kurzer Weg, auch noch mit Gott eins zu werden. Dazu haben Sie alle heute auch schon den ersten Schritt getan:

nämlich den in diese St. Urbanus-Kirche, in der heute wie in den vergangenen Jahrhunderten die Einheit mit Gott gefeiert wird.
Kommen Sie wieder – hierhin und in die Heilig Geist Kirche oder nach St. Ewald am Stuvenberg.

Amen.
Lot uss fiern! 

Öffnungszeiten Pfarrbüros

St. Urbanus Rhade

(Frau Brunhilde Weninger)

Mo., Mi. + Do.:   09.00– 11.30 Uhr

Fr.                      15.00– 17.00 Uhr

Tel. 02866-4152 / Fax: 02866-189359

Sturbanus-rhade(AT)bistum-muenster(DOT)de

 

St. Laurentius, Lembeck

(Frau Jutta Kölnberger)

Mo., Mi. + Fr.:    08.00 -11.30 Uhr

Di. + Mi.:            15.00-17.00 Uhr

Tel. 02369-7106 / Fax: 02369-77697

Stlaurentius-lembeck(AT)bistum-muenster(DOT)de

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regelmäßige Sonntagsgottesdienste

Rhade

St. Ewald: Samstags, 17:30 Uhr

St. Urbanus: Sonntags, 11:00 Uhr


Lembeck

Michaelisstift: Sonntags, 8:00 Uhr

St. Laurentius: Samstags, 19:00 Uhr

St. Laurentius: Sonntags, 9:30 Uhr

nächstgelegene Sonntag Abend Messe

St. Remigius Borken

Sonntags, 18:00 Uhr

(NICHT am 1. Weihnachts-, Oster- oder Pfingsttag, Patronatsfest)

 

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