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„Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“

Liebe Gemeinde,

             

die heutige Lesung aus dem Buch Amos,

scheint extra für den heutigen Caritas-Sonntag geschrieben worden sein.

Schon in alter vorchristlicher Zeit gab es Leute,

die die Not anderer ausnutzen, um damit Geld zu machen.

Sie konnten gar nicht abwarten, bis die Feiertage endlich vorbei waren,

um mit ihren schmutzigen Geschäften Kasse machen zu können.

Hilflose und Arme konnten sie für wenig Geld oder ein paar Sandalen einkaufen, weil diese keine Alternative und keine Lobby hatten.

 

Unsere Gesellschaft will solchen unethischen Geschäftspraktiken

einen Riegel vorzuschieben.

Der faktischen wirtschaftlichen Macht werden Gesetze entgegengesetzt. Mindestlohn und Mietpreisbremse sind zwei Beispiele hierzu.

Wenn aber die Interessen unterschiedlicher Gruppen unserer Gesellschaft bei einem Thema kollidieren, ist deren Ausgleich in einer Demokratie ganz wichtig.

Um etwas in seinem Sinne beeinflussen zu können, braucht man Mehrheiten.    

Der Prophet Amos macht aber ganz klar, auf wessen Seite dabei Gott steht.

Für uns Christen zählen deshalb nicht allein unsere eigenen wirtschaftlichen Gesichtspunkte sondern auch Gerechtigkeit und Rücksichtnahme.

Jesus nimmt im heutigen Evangelium diesen Gedanken auf.

Er betrachtet unsere materiellen Geschäfte aber nur als die „kleinen Dinge“.

„Die großen Dinge“ sind für Christen die Beziehung zu Gott,

die in das ewige Leben bei Gott münden wird.

Aber man kann die großen und kleinen Dinge auch nicht trennen.

Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.

Caritas ist deshalb eine tragende Säule unserer Kirche neben

dem Bekenntnis zu Christus und der Feier der Liturgie.

Caritas nimmt sich aber nicht nur der Armen und Entrechteten an,

sondern kümmert sich auch um den Ausgleich

von berechtigten Interessen unterschiedlicher Teile unserer Gesellschaft.

In diesem Jahr steht das Miteinander der Generationen

 im Mittelpunkt der Caritas-Kampagne:

„Mach dich stark für Generationengerechtigkeit.

Es geht um die Zukunft von uns allen. Packen wir sie gemeinsam an.“

 – so das Motto.

Die Caritas-Kampagne möchte das Miteinander der Generationen fördern,

sowie Respekt und gegenseitige Achtung voreinander stärken.

Lasten, die zu tragen sind, sollen gerecht verteilt werden.

Es geht um eine generationengerechte Gesellschaft,

in der alle haben, was sie für ein gutes Leben brauchen:

die Jungen Entwicklungsmöglichkeiten und positive Herausforderungen.

Die Alten die notwendige Unterstützung und Würde in ihrer letzten Lebenszeit.

In den vielfältigen Fragen des gerechten Miteinanders der Generationen

spielt der demografische Wandel in unserer Gesellschaft eine große Rolle.

Eine Folge des demografischen Wandels ist es,

dass unsere Gesellschaft immer „älter“ wird.

Moderne Medizin und Wohlstand führen zu einem längeren und besseren Leben. So steigt die Lebenserwartung jedes Jahr um drei Monate.

Ein neugeborenes Mädchen hat heute eine Lebenserwartung von 83,

ein Junge von 78 Jahren.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite ist, dass die nachkommenden Jungen immer weniger werden.

Die Geburtenrate stagniert und die Alterspyramide steht auf dem Kopf.

Die Folge: das Verhältnis der Bevölkerung im Erwerbsalter

zu jener im Rentenalter verändert sich dramatisch.

Kamen im Jahr 1990 auf 100 Erwerbstätige noch 23 Rentner,

so sind es 2010 bereits 34 gewesen und in 20 Jahren werden es vermutlich 53 sein. Dann werden zwei Menschen im Erwerbsalter

für einen Rentenbezieher aufkommen müssen.

Diese Zahlen machen die Dringlichkeit deutlich.

Der demografische Wandel ist längst im Gange.

Er lässt sich auf die Kurzformel „weniger – älter – bunter“ bringen.

Die Bevölkerung in Deutschlandwird (trotz Zuwanderung) abnehmen,

der Altersdurchschnitt zunehmen und

die Gesellschaft insgesamt wird vielfältiger und bunter werden.

Bunter durch die große Zahl der Menschen, die als

Flüchtlinge und Asylbewerber Jahr für Jahr nach Deutschland kommen.

Bunter aber auch durch zunehmend verschiedene Lebensformen und Lebensentwürfe der Menschen wie Single-Haushalte und Lebenspartnerschaften.

Dieser Prozess des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft ist Schwerpunktthema der Initiative der Deutschen Caritas in den Jahren 2015 – 2017. Das Zusammenleben der Menschen in Deutschland

wird sich in vielfacher Hinsicht verändern.

Die Caritas ist bereits heute im Bereich Seniorenbetreuung, Krankenhäuser, Kindergärten, Hilfen für Jugendliche und Familien ganz praktisch dabei.

Die Caritas will aber darüber hinaus die Herausforderungen

des demografischen Wandels mitdiskutieren und

Ideen für Lösungen und soziale Innovationen suchen und anregen.

Aktuell fordert zum Beispiel das Thema Rente

das Miteinander der Generationen heraus.

Hier geht es um das faire Miteinander der heutigen Rentner

mit den Beitragszahlern und zukünftigen Rentnern.

Die Einführung der „abschlagsfreien Rente mit 63“ würdigt sicherlich

die Lebensleistung der dadurch begünstigten langjährig Versicherten,

belastet aber durch deren längere und höhere Rentenbezüge

die Beiträge  der heutigen Beitragszahler, deren Rente in Zukunft eher sinken wird.

Die Mütterrente würdigt zwar die Erziehungsarbeit der Begünstigten,

muss aber aus Steuermittel finanziert werden.

Erziehungsarbeit muss generell bei der Rente stärker berücksichtigt werden.

Sie ist aber eine Aufgabe aller Menschen in unserer Gesellschaft und

darf nicht nur von den Beitragszahlern zur Rentenversicherung bezahlt werden.

Solche Vorstellungen sind in den unterschiedlichen Bereichen

unserer Gesellschaft  nicht gleichermaßen populär.

Langjährig arbeitende und viel in die Rentenkasse einzahlende Menschen,

fühlen sich ohne die Rente mit 63 benachteiligt –

insbesondere  im Vergleich zu früheren Rentnergenerationen

und zu Menschen mit Lücken in ihrer Erwerbsbiografie.        

Auch die Belastung durch noch mehr Steuern

für eine Berücksichtigung von Erziehungsarbeit

nimmt den Menschen Teile des Geldes,

das sie lieber für sich und ihre eigenen Bedürfnisse ausgeben würden.  

Doch in den gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen

muss es darum gehen, den Generationenvertrag

fortzuschreiben und aktuell zu halten.

Die Caritas wird ihre Stimme darin weiter einbringen

und für ihre Positionen werben.

Hierbei ist das Evangelium die Kraft-Quelle und der Maßstab für die Caritas.

Denn jeder Mensch genießt vor Gottes Augen

gleiches Ansehen und gleiche Würde.

Für diese Gerechtigkeit im Miteinander der Generationen will die Caritas mit und für die ganze Kirche einsetzen.

Amen.

Predigt unter Verwendung eines Vorschlages von Pfarrer Oliver Merkelbach

Vorsitzender Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.

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St. Laurentius: Samstags, 19:00 Uhr

St. Laurentius: Sonntags, 9:30 Uhr

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